Choose your region:
europe asia

Klemmschutz für barrierefreie Automatiktüren

Wirksamer Schutz gegen unbeabsichtigtes Einklemmen der Finger an kraftbetätigten Türen
  • icon
  • icon
  • icon
  • icon

Täglich passieren unnötige Unfälle an nicht oder unzureichend gesicherten Türen. Im Rahmen der Inklusion und dem zunehmenden Komfort werden immer mehr Türen barrierefrei mit einem automatischen Antrieb nachgerüstet. Oft wird dabei die Absicherung der Nebenschließkanten vernachlässigt oder schlicht vergessen. Das ist zu kurz gedacht, denn in barrierefreien Umgebungen müssen nach DIN 18040-1 „Türen deutlich zu erkennen, sicher zu passieren, leicht zu öffnen und zu schließen sein.“  

Anforderung an barrierefreie Automatiktüren

gemäß DIN EN 16005 - Kraftbetätigte Türen – Nutzungssicherheit

Zur Gewährleistung der Nutzungssicherheit kraftbetätigter Türen ist das sichere Öffnen und Schließen der Tür gefordert. Zu diesem Zweck ist die Durchführung einer Risikobeurteilung durch den Hersteller der Türanlage bei der Planung erforderlich. Kraftbetätigte Türsysteme, die im Niedrigenergiebereich arbeiten, können für bestimmte Anwendungen ohne Sicherheitssensoren eingesetzt werden. Die Gefahr von Quetsch- und Scherstellen an der Nebenschließkante besteht aber nach wie vor und muss in allen Fällen erkannt und ausgeschlossen werden.

DIN EN 16005 - 4.6.1 b)

Deshalb müssen nach DIN EN 16005 – 4.6.1 b) „Gefahrenstellen zwischen Flügel und Rahmen, die eine Gefährdung durch Einklemmen der Finger darstellen, bis zu einer Höhe von 2 m geschützt werden.“ und gemäß EN 16005 – 4.6.3.4 sind „Gefahrenstellen an Nebenschließkanten zwischen Flügel und Rahmen mit z.B. Fingerschutzrollos abzudecken“.

Absicherung gemäß DIN EN 16005 - 4.6.3.4:
Legende: 1 Gummiabdeckung, 2 Gummi- oder Textilabdeckung, 3 Profilkonstruktion (DIN EN 16005, Bild 3: Beispiele für Sicherheitsmaßnahmen an Drehflügeltüren) 

Die alleinige Absicherung der Nebenschließkante durch Sensoren sollte überdacht werden, denn diese Systeme haben Schwachstellen und bieten keine 100%ige Sicherheit. Prüfinstitute weisen in Baumusterprüfbescheinigungen darauf hin, dass in Bereichen wo Kinder spielen könnten (z.B. Kindergarten) neben der sensorischen Absicherung auch mechanische Lösungen in Betracht gezogen werden sollten! Athmer Fingerschutzsysteme in speziellen Längen für Automatiktüranwendungen sind die passende Lösung. Bieten Sie Sicherheit!

Risikobeurteilung von barrierefreien Automatiktüren

Im Zweifelsfall sollte der Gebäudebetreiber eine Risikobeurteilung für barrierefreie Automatiktüren durch Servicefachkräfte durchführen lassen, um zu gewährleisten, dass seine Tür sicher ist und im Sinne der Verkehrssicherungspflicht (Personenschutz) dem aktuellen Stand der Technik entspricht.

Die sichere Automatiktür - Hinweis auf Restrisiken

Grauzone „Restrisiko“ durch alleinige Absicherung mit Sensorik

Antriebs- und Sensorikhersteller weisen darauf hin, dass Restrisiken bei der alleinigen Verwendung von Sensoren bestehen.

Insbesondere wenn schutzbedürftige Personen Türen nutzen, bieten Automatiktüren mit zusätzlichem mechanischen Schutz normkonforme Sicherheit. Prüfinstitute bestätigen,
dass im Falle einer hohen Wahrscheinlichkeit des Erfassens von Fingern, eine Kombination von sensorischer und mechanischer Absicherung in Betracht zu ziehen ist.

Athmer Fingerschutz® ist hier die ideale Ergänzung zu im Markt gebräuchlichen Türsensoriken, um Restrisiken zu vermeiden. Damit sind alle Beteiligten auf der sicheren Seite – der Installateur bzw. die Servicefirma des Antriebes, der Gebäudebetreiber und nicht zuletzt auch der Nutzer.

Informationsbroschüre

Sichere Türen im Kranken- und Pflegebereich

Sicherheit liegt in Ihrer Verantwortung – Bieten Sie sichere Türen mit Athmer Fingerschutz®

„Kraftbetätigte Türsysteme müssen so gestaltet werden, dass Gefahren durch Quetschen, Scheren, Stoßen und Einziehen vermieden werden oder dass Schutzmaßnahmen
vor solchen Gefahren schützen“

(EN 16005 Kraftbetätigte Türen, sowie DGUV Information 207-016 Neu- und Umbauplanung im Krankenhaus unter Gesichtspunkten des Arbeitsschutzes •siken zu vermeiden. Damit sind alle Beteiligten auf der sicheren Seite – der Installateur bzw. die Servicefirma des Antriebes, der Gebäudebetreiber und nicht zuletzt auch der Nutzer. April 2016)

In stark frequentierten Bereichen von Kranken- und Pflegeeinrichtungen, wie Fluren, WC´s und Eingangsbereichen, sind heutzutage viele Türen automatisiert. Gerade an automatischen Drehtüren besteht die Gefahr des Klemmens oder gar Abscherens von Gliedmaßen.

Informationsbroschüre

Athmer Fingerschutz® an Feuer- und Rauchschutztüren

Nachträgliche Montage möglich

Athmer Fingerschutz® ist für den Einsatz an Feuer- und Rauchschutztüren geeignet. Eine Vielzahl von Brandprüfungen wurden mit Türenherstellern und Systemgebern erfolgreich durchgeführt. Daher werden seit mehr als 10 Jahren Athmer Fingerschutzsysteme an Brandschutztüren verbaut und haben sich in der Praxis bewährt.

Eine Nachrüstung von Fingerschutz an Feuer- und Rauchschutztüren ist nicht normativ geregelt. Da weder in der Produktnorm (EN 16034) noch in der Prüfnorm (EN 1634) definiert ist, wie Fingerschutz  Brandschutztechnisch zu prüfen ist, darf Fingerschutz ohne die Zustimmung des Türenherstellers/Systemgebers nicht an einer Feuer- oder Rauchschutztür verbaut werden.

Der Türenhersteller behält sich das Recht vor, die Zulassung seiner Tür erlöschen zu lassen, falls eine bauliche Veränderung ohne Rücksprache mit dem Türenhersteller erfolgt. Der Verarbeiter oder Monteur, welcher das Fingerschutzsystem installiert, sollte sich vorab mit dem Türhersteller in Verbindung setzen – Athmer Produkte bzw. die Anforderung sind bei den Türenherstellern/Systemgebern bekannt. Bei Kontaktaufnahme können diese eine Aussage bezüglich einer möglichen Nachrüstung geben.

Montagefreigabe

Folgende drei Möglichkeiten bestehen für die Montage des Athmer Fingerschutz® an einer Feuer- und Rauchschutztür:

1. Freigabe des Türenherstellers/ Systemgebers aufgrund einer durchgeführten und erfolgreich bestandenen Brandprüfung des Türenherstellers/Systemgebers:

  • Eintragung in die allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ) oder Leistungserklärung

2. Freigabe des Türenherstellers/Systemgebers aufgrund einer nicht wesentlichen Änderung:

  • nach Einschätzung/Erfahrungswerten des Türenherstellers

3. Freigabe durch die oberste Bauaufsichtsbehörde/Brandaufsicht vor Ort unter Berücksichtigung von gutachterlichen Stellungnahmen und evtl. Ersatzmaßnahmen:

  • Freigabe und Zustimmung im Einzelfall (ZiE)

Athmer Produktprogramm

zur Sicherung der Nebenschließkante

Athmer Fingerschutzrollos

Nebenschließkante Bandgegenseite
  • selbsttätig auf konstante Spannung ziehendes Schutzrollo
  • geprüfte Dauerfunktion 1.000.000 Zyklen
  • Abdeckung aus feuerhemmender Kunstfaser
  • Standardfarbe: silberfarben eloxiert C-0; individuelle Farben lieferbar
  • Standardlängen für kraftbetätigte Türen
  • Auszugslänge 260 mm; Optional: Typ XL mit 320 mm Auszugslänge

Fingerschutzrollos

Produktbeispiele

NR-32 UniSafe®

  • KLICKsystem mit verdeckter Verschraubung
  • 100% Türspaltabdeckung
  • Optional für Glas
     

NR-32 UniSafe®

NR-25

  • bewährtes Schutzsystem
  • kompakte Ausführung
  • optionale Variante: Montage an Glastüren
     

NR-25

Rammschutz

  • für anspruchsvolle Umgebungen z. B. Flughäfen oder Krankenhäuser
  • kraftablenkendes Element als zusätzlicher Schutz für Tür und Zarge

Bandseitige Schutzprofile

Nebenschließkante - Bandseite
  • zuverlässige Absicherung des Spalts zwischen Türflügel und Rahmen auf der Bandseite
  • Standardfarbe: silberfarben eloxiert C-0; individuelle Farben und Längen lieferbar

BO-20, BO-22

für
flächenbündige Profiltüren

BA-28

für
Aufsatzbänder (Metalltüren)

BA-22

für
Aufsatzbänder (Kunststofftüren)

Service

Normen und Vorschriften

DIN EN 16005: Kraftbetätigte Türen – Nutzungssicherheit – 2013

DIN 18040-1: Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 1: Öffentlich zugängliche Gebäude, 2010

ASR A1.7: Technische Regeln für Arbeitsstätten – Türen und Tore, 2009

DGUV Information 208-022 Türen und Tore, 2015